Pressemitteilung zum CDU-Antrag in der Stadtvertretung „Korvette Schwerin“

Die Fraktion der CDU in der Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin möchte, dass der Oberbürgermeister und der Stadtpräsident sich „[…] beim Bundesministerium für Verteidigung und beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr aktiv für eine Patenschaft Schwerins für eine der geplanten Korvetten der Bundesmarine“ einsetzen.

 

Die CDU-Fraktion möchte damit „die Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten“ aufzeigen und den Namen unserer Stadt in die Welt tragen.

 

Dieser Antrag ist abzulehnen. Ein Kriegsschiff darf nicht den Namen unserer friedlichen Stadt tragen!  Wir als Linksjugend ['solid] Schwerin fragen uns, ob bei Einsätzen einer „Korvette Schwerin“ ein Vertreter der CDU-Fraktion an Deck steht und brüllt: „Dieser Angriff wird von der Landeshauptstadt Schwerin unterstützt!“.

 

Wie Krieg, Vernichtung und das Beenden von Menschenleben mit „christlichen Werten“ vereinbar ist, ist uns schleierhaft.  

 

 

Wir als Linksjugend ['solid] Schwerin begrüßen jedoch, dass die CDU sich mit den Soldatinnen und Soldaten solidarisch zeigen möchte.

 

Unser Kompromissvorschlag ist daher, die Stadtvertreter der CDU-Fraktion nach Fregatten und Korvetten der Bundesmarine umzubenennen. Einen größeren Akt der Solidarität seitens der CDU-Fraktion könnte es nicht geben. Weiterhin könnten sich dann die Soldatinnen und Soldaten innerhalb der Patenschaft um die Stadtvertreter der CDU-Fraktion in Schwerin kümmern.

 

Dies wäre ein klares Bekenntnis, dass die Stadtvertreter der CDU-Fraktion ein Teil der Gesellschaft unserer Stadt sind. 

 

Die SprecherInnen der Linksjugend ['solid] Schwerin

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